Berliner Schönheiten

Drei Begegnungen bei einer Berlinreise an Pfingsten.

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Sie habe ich im ICE auf der Hinfahrt gesehen: Kellnerin  im Bordrestaurant. Mit strahlendem Gesicht und großer Offenheit hat sie bedient, sich mit den Gästen unterhalten, Bestellungen angenommen, flink das Gewünsche gebracht, kassiert. Ihr wunderbarer dicker Körper hat die Dienstkleidung an die Fassungsgrenzen gebracht, die Brüste bebten über den Schurz, der Po füllte den strammen Stoff der Hose prall: Da wird bald eine neue Größe notwendig sein…

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Sie saß in der S-Bahn, eine auffallende Frau mit Kurzhaarfrisur und schön rot geschminkten Lippen. Volle Hüften, schwere weiche Schenkel – sie war unten viel breiter als oben, fast eineinhalb Sitze brauchte sie in der Bahn. Der Blick  melancholisch nach draußen gerichtet. Nur wenige Minuten sah ich sie, dann stieg ich aus. Schade!

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Umso länger hatte ich Gelegenheit, die dritte Frau zu beobachten: Im einer Gaststätte der Hauptstadt saß sie mit ihrem Partner neben meinem Tisch, draußen bei schönem Wetter. Und sie ließ es sich gut gehen: Wurstsalat als Entrée, Eisbein mit Knödel als Hauptgang („Wieviel Knödel gibt es denn? Geben Sie mir gerne drei!“), eine gewaltige Portion Eis mit Sahne zum Nachtisch. Und nach kurzer Pause bestellten die beiden sich noch Kaffee und zwei Stücke Torte. Er kapitulierte nach einem Drittel der Torte, sie nahm sich den Rest und verdrückte ihn auch noch. Ihr knappes T-Shirt rutschte immer wieder aus der Hose, was sie nicht sonderlich zu stören schien. Traumhaft!

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Kleinstadtnachmittag

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Es war im Sommer diesen Jahres. Ich hatte nach einem Termin in einer süddeutschen Kleinstadt einen halben Tag Zeit bis zum nächsten Termin. Setzte mich in ein Straßencafe, um Mails zu bearbeiten und den einen oder anderen Text zu schreiben.

Und hatte richtig Glück: Im Laufe der drei Stunden, die ich da saß und arbeitete, kamen sicher fünf oder sechs auffallend wohlgerundete Frauen vorbei. Die, die das Bild oben inspiriert hatte, ging gleich drei Mal vorbei, mit ihrer etwas schlankeren Freundin: Was für eine dicke und schwere Pracht! Wie  ungeniert sie ihren wohlgerundeten Bauch und ihre vollen Hüften zeigte, gefiel mir sehr.

Abends im Hotel entstand die Skizze oben aus der Erinnerung, zugegebenermaßen etwas aufgerundet. Ich weiß nicht, ob sie mich wahrgenommen hatte; ich werde sie mit offenen Augen angesehen und aufgenommen haben. Ob sie das als Starren empfunden hat – oder als Interesse?

Ich überlege mir zuweilen, ob und wie ich in so einer Situation einer wunderrunden Frau sagen könnte, dass sie mir gefällt. Fast immer komme ich mir dann aber viel zu plump vor – kein Mut, ich lasse es. So bekommt sie es möglicherweise nur zufällig und indirekt hier mit, dass ich sie schlicht super fand.

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