Shopping Queen

Gesehen neulich in der Fußgängerzone einer Kleinstadt. Sie hatte viel eingekauft. Die zu engen Schuhe bereits ausgezogen und in die Hand genommen. Sprach zu ihrer Freundin: „Boah, jetzt brauch ich einen Kaffee. Und zwei, nein: drei Stücke Torte. Energienachschub, hihi“. Absolut schön zu sehen, wie ihr schon jetzt überaus gut gefüllter Oberbauch beim Gehen wogte und bebte.

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(Ein Bild übrigens, bei dem man gut sehen kann, wie ich beim Vorzeichnen mit Bleistift ständig aufrunde, den dicken Leib noch etwas runder, üppiger, voller mache)

 

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Herausforderung für die Schneiderin

Zwei Freundinnen, Chuba und Sunbe, gleich dick und schwer – aber mit sehr gegensätzlicher Figur. Sie haben beide die gleiche Schneiderin, die ihnen maßgeschneiderte Kleider auf den üppigen Leib zaubert. Sie erzählt den beiden bei einem Kaffee über die Herausforderungen ihrer Arbeit.

Chuba, du hast einen Bauchumfang, da brauche ich immer meterweise Stoff. Bei Dir, Sunbe, brauche ich die Meter oben herum, beim Busen… Ich nehme sehr gerne Stretch, damit die Kleider sich schön an Eure schwellenden Rundungen anpassen… Chuba, ich wüsste gar nicht, wie ich es machen sollte, wenn Du mal Ärmel willst: Deine Oberarme sind so massiv – da bekommst Du nichts mehr drüber. Und Sunbe, wenn Du einen größeren Ausschnitt willst: Da werde ich eine Verstärkung einbauen, damit der unter der Wucht Deines Busen nicht ausreißt. Ihr seid echt meine Herausforderung!

Die Schneiderin ist allerdings Spezialistin für überüppige Formen – aus Eigeninteresse…

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Galionsfiguren

Aus der aktuellen Version von Wikipedia (Mai 2016): „Die große Zeit der Galionsfiguren begann im 17. Jahrhundert und dauerte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert nannte man die Galionsfigur Bild des Schiffes.

Die Formen der Galionsfiguren wandelten sich im Laufe der Zeit. Außer dem Löwen … wurden Meerfrauen und Nixen bevorzugt, aber auch Krieger, Ritter, Fürsten, … und … kraftvolle Frauengestalten.“

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Die unten abgebildete Galionsfigur ist eine der üppigsten, die je in Auftrag gegeben wurden. Sie zierte (oder: beschwerte) den Bug einer barocken massig breiten Handelskogge. Sie war, im Hafen vor Anker, begehrter Anlaufpunkt liebeshungriger Seeleute. Das Mädchen, so wird erzählt, das dem Holzschnitzer Modell gestanden habe, sei sogar noch etwas schwerer gewesen als das nach ihr verfertigte Kunstwerk und habe sich den Lohn für ihre Arbeit nach ihrem Gewicht in Naturalien auszahlen lassen.

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Die Jana…

… mochte ihre Schenkel nie. Sonst fand sie sich ganz passabel, war zufrieden mit ihrem Gesicht, ja sogar mit ihrem Bauch. Nur ihre Schenkel fand sie viel zu fett. Bis Fred kam, der sie nicht trotz, sondern auch wegen ihrer Schenkel mochte: Du, die sind wunderschön, so weich, breit und üppig! Echt, meinst Du? Ja!, sagte er und strahlte über beide Ohren.

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Jana, rauchend, die ihre Schenkel nicht verstecken kann (und muss!, wie Fred ergänzen würde).

1601_dia+sus 7Und diese Schenkel findest Du schön? – Ja! – Schöner als mein Gesicht?! – So schön, wie Deinen Bauch und Dein Gesicht!