Berliner Schönheiten

Drei Begegnungen bei einer Berlinreise an Pfingsten.

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Sie habe ich im ICE auf der Hinfahrt gesehen: Kellnerin  im Bordrestaurant. Mit strahlendem Gesicht und großer Offenheit hat sie bedient, sich mit den Gästen unterhalten, Bestellungen angenommen, flink das Gewünsche gebracht, kassiert. Ihr wunderbarer dicker Körper hat die Dienstkleidung an die Fassungsgrenzen gebracht, die Brüste bebten über den Schurz, der Po füllte den strammen Stoff der Hose prall: Da wird bald eine neue Größe notwendig sein…

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Sie saß in der S-Bahn, eine auffallende Frau mit Kurzhaarfrisur und schön rot geschminkten Lippen. Volle Hüften, schwere weiche Schenkel – sie war unten viel breiter als oben, fast eineinhalb Sitze brauchte sie in der Bahn. Der Blick  melancholisch nach draußen gerichtet. Nur wenige Minuten sah ich sie, dann stieg ich aus. Schade!

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Umso länger hatte ich Gelegenheit, die dritte Frau zu beobachten: Im einer Gaststätte der Hauptstadt saß sie mit ihrem Partner neben meinem Tisch, draußen bei schönem Wetter. Und sie ließ es sich gut gehen: Wurstsalat als Entrée, Eisbein mit Knödel als Hauptgang („Wieviel Knödel gibt es denn? Geben Sie mir gerne drei!“), eine gewaltige Portion Eis mit Sahne zum Nachtisch. Und nach kurzer Pause bestellten die beiden sich noch Kaffee und zwei Stücke Torte. Er kapitulierte nach einem Drittel der Torte, sie nahm sich den Rest und verdrückte ihn auch noch. Ihr knappes T-Shirt rutschte immer wieder aus der Hose, was sie nicht sonderlich zu stören schien. Traumhaft!

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Ferne Welten, ferne Träume

Die Bilder mögen über ein Jahrzehnt alt sein. Sie entstanden damals als Illustrationen zu einem etwas gewagten Essay über Dicksein in der Kulturgeschichte (hier zum Nachlesen). Sie sind Träume und Fantasien aus nicht mehr realen Welten, in denen Frauen mächtig und dick – und mächtig dick waren/sein könnten. Massives Gewicht nicht als Last, sondern als Zeichen der Macht und Präsenz. Kein Wunder, dass ich gerne in jenen fetten Welten eine Rolle gespielt hätte, und sei es eine männliche Nebenrolle…

Schlemmerrestaurant: Die Folgen

Vom Schlemmerrestaurant wurde hier berichtet, von Evi, der Servicefrau, Rosi, der Geschäftsführerin und Vroni, der Köchin. Von den sogenannten Ruhetagen im Goldenen Ochsen, an denen die drei die Einnahmen und die Reste genussvoll verfuttern. Von den Gästen, die die gewaltigen Portionen schätzen und oft lange in den behaglich eingerichteten Separées verweilen, schlemmen und genießen.

Wir hatten Gelegenheit, eine Gästin zu sprechen, Annalena G. (37), die mit ihrem Mann mindestens einmal wöchentlich im Goldenen Ochsen einkehrt.

– Ihr Lieblingsgericht, Frau G.? Eigentlich alles. Aber besonders schätze sie die fett herausgebratenen Maultaschen und die hausgemachten Nudeln mit Vier-Käse-Sahne-Sauce.

– Was sie besonders schätzt am Goldenen Ochsen? Dass man hier nicht angestarrt wird, wenn man üppig schlemmt, im Gegenteil: Dass man unterstützt wird durch die gewaltigen Portionen und die attraktiven Flatrate-Angebote. Ihr Mann ergänzt: Die Separées sind genial! Wie ich da meine Frau verwöhnen kann… das brauchen nicht alle zu sehen!

– Ein Verbesserungsvorschlag? Annalena G. lacht: Bei meinem gewaltigen Bauch ist der Tisch manchmal im Weg. Vielleicht den Tisch halbkreisförmig aussägen – damit ich auch in Zukunft mit noch mehr Wampe kommen kann!

1604_birnen_FotorUm Frau G.s Aussage zu verstehen, kann eine Ganzkörperansicht hilfreich sein…

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Schlemmerrestaurant

– Nein, kleine Portionen sind nicht unsere Sache, sagte Evi, für den Service im Goldenen Ochsen zuständig, wir haben eher die Portionen für den großen Hunger.
– Oder die Portionen für die, die mal richtig schlemmen wollen, ergänzte Rosi, die Geschäftsführerin, wir haben immer wieder Gäste, die sich gerne in unsere Séparées zurückziehen und Teller für Teller kommen lassen. Er schlank, sie üppig. Oder sie schlank und er ein richtiger Waschbär.
– Wir ahnen natürlich nur, was da so geschieht, grinste Evi.
– Nun, manchmal ist nicht zu übersehen, führt Rosi fort, wenn eine unserer runden Gästinnen nach der ganzen Schlemmerei den Hosenknopf offen lassen muss und schnaufend vor Fülle das Lokal verlässt.
– Naja,  dass Essen und Erotik zusammengehören kann, ist uns beiden nicht fremd, was Rosi?!
– Nö, nicht wirklich. Und wenn abends was übrig bleibt, dann packt es uns zwei und wir bedienen uns.
– Oder lassen uns gleich von der Küche Extraportionen machen.
– Von unserem Gefress am Ruhetag erzählen wir jetzt aber nichts, von unseren privaten Goldochsentagen, deutet Rosi an.
– Nein, keine Rede davon. Bleibt unser Geheimnis, beschließt Evi das Gespräch.

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Wer von den beiden mag nun Evi, wer Rosi sein? Und wer ist die Person, die jetzt noch dazu kommt?

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Kellnerin Monika

Er war oft mit Freunden im Schlachthof, gutbürgerliche Wirtschaft mit rustikaler Küche und großen Portionen. Sie, Monika, kellnerte dort, selbst rustikal und groß – und schwer und breit. Er war damals Single, sie hatte kurz zuvor ihren Freund verlassen, der immer an ihrer Figur herummäkelte. Deswegen kellnerte sie, um sich Geld dazu zu verdienen. Und weil sie selbst an ihrer Figur nichts auszusetzen hatte, im Gegenteil: Sie genoss manche Extraportion nach Dienstschluss.

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Ihm gefiel sie. Schaute ihr oft hinterher, genoss die Ansicht ihrer breiten Hüften. Flirtete sie an, sie zurück. War bald für die eine oder andere Extraportion verantwortlich. Sie genoss zu schlemmen, er genoss es, ihr dabei zuzuschauen und sie dabei zu unterstützen. Oft saßen sie abends noch zusammen im Schlachthof.

Und eines Tages nicht mehr nur zusammen im Schlachthof, sondern bei ihr zu Hause. Das Schlemmen ging weiter. Sie kochten gemeinsam. Sie aß die größere Portion. Den Nachtisch gab es im Bett.

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Zwei Jahre später trafen sie sich nicht mehr im Schlachthof. Sie musste nicht mehr dort kellnern, er war mit ihr zusammen, sie wohnte bei ihm. Sie kochten weiterhin zusammen. Viel und üppig. Man sah ihr an, dass es viele große üppige Extraportionen gegeben hatte – für sie.

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Auf, zurückgepampt!

Was könnte gerade passiert sein? Die Frau hat offensichtlich allen Anlass, zurückzupampen. Unten mögliche Sätze, die sie gerade denkt oder gar sagt.

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  • „Ja, ich brauche Platz für zwei hier auf der Bierbank, da können Sie sich noch so aufregen, ich kann mich eben nicht zerteilen…“
  • „Da können Sie gerne über meinen Megahintern tuscheln – mein Freund nennt ihn genau so: Megahinten – und freut sich mit mir dran…“
  • „Ach, wissen Sie, ich lasse mir von ihnen nicht vorschreiben, was ich anziehen soll: Ich liebe es kurz und spannend, was soll ich bei meinen Rundungen noch kaschieren!“
  • „Ja, Sie Diätstecken, ich esse hier meine richtig üppige Schweinshaxe mit einer Maß Bier – den Spaß gönne ich mir! …“
  • „Herr Ober, noch eine Extraportion Pommes – und eine Diätcola für meine freundliche Tischnachbarin, hihi!“

Alle Jahre wieder: Weihnachtsbrunch

Einmal im Jahr trifft sich die Familie zum Weihnachtsbrunch. Ein üppiges Frühstück, das nahtlos ins Mittagessen übergeht. Die Schlemmerei ist bei vielen Familienmitgliedern mit halbherzigen Klagen über die Fülle verbunden, aber beim Futtern sind sie doch alle dabei. Er freut sich regelmäßig auf Corinna seine Cousine, die bei den Klagen kaum, beim Schlemmen umso mehr dabei ist. Es ist deutlich, dass sie nicht nur einmal im Jahr zum ausgiebigen Brunchen geht.

Vor drei Jahren kam sie noch alleine mit ihren Eltern, sie studierte. Sie ließ es sich sichtlich schmecken, ging nochmals und nochmals zum Buffet, auch als alle anderen schon längst bis obenhin voll waren. Etwas hilflose Reaktionen ihrer Eltern: Meinst Du nicht, dass es genug ist? Jetzt ist es aber gut. Sie ließ sich aber nicht abhalten: Lasst mich halt, mir schmeckt es eben. Die verwunderten Blicke der anderen schien sie fast zu genießen und unterhielt sich angeregt mit ihrer Tante Marianne, die selbst überaus rund war.

1410_bilderIm nächsten Jahr war Corinna nicht von der Partie, Auslandssemester in den USA. Dass sie dort zunähme, davon war die Rede. Ihr mache es anscheinend nichts, berichteten die Eltern, dort gäbe es viele junge dicke Frauen. Umso gespannter war er im Jahr darauf, hatte sich schon erkundigt: Ja, sie sei wieder bei der Weihnachtsschlemmerei dabei.

Sie kam nicht allein, ein junger Mann kam mit, ihr Freund. Und dass der sie nicht trotz, sondern wegen ihrer Rundungen liebte, war deutlich zu sehen. Weiterlesen