Malpause

Von Oktober bis jetzt: Mal- und Veröffentlichungspause. Andere Baustellen in meinem Leben haben die ganze Energie ge- und verbraucht. Jetzt komme ich langsam wieder zum Atmen, die Lust am Malen und Fabulieren kommt wieder.

Ein Bild zum Start nach der Pause:

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Im vergangenen Jahr war die graue ihre Lieblingssommerstoffhose. Nach dem verfressenen Winter war ihr klar, dass nicht mehr alles vom letzten Sommer passen würde. In die Hose hatte sie sich mit viel Kraft hineingezwängt, sie saß stramm, es gelang ihr gerade noch, den Hosenbund zu schließen.

Erleichtert atmete sie aus, ließ den eingezogenen Bauch wieder los…. Und: Das Bild zeigt den Moment unmittelbar bevor die Stoffhose riss, der Bund platzte, der gewaltige Bauch seine Freiheit wieder fand…

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Oh, es wird eng…

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„Oh, es wird eng“, dachte sie, als sie zum ersten Mal im elegantem Sessel saß, den ihr Freund gekauft hatte. Aber von Anfang an:

Die Lieferung hatte auf sich warten lassen. Ein halbes Jahr mussten sie sich gedulden, bis das Designerstück aus Italien endlich eintraf. Schon damals im Laden hatte ihr Freund sie geneckt: „Na, da hast du aber gerade so Platz.“ Und er hatte Recht: Im Sommer passte kein Blatt Papier zwischen den Sessel und ihre Hüften.
Aber sie wollte diesen Sessel unbedingt. Notfalls würde sie eben auf das übliche Dritte Stück Kuchen am Nachmittag verzichten …

Nach der Bestellung war dann der Sessel bald vergessen. Der Sommer war heiß, sie genoss regelmäßig reichhaltiges Eis, dann kam der Herbst und der Winter: Fondue, Plätzchen, deftige Küche. All diese Gaumenfreuden hinterließen eine süße Erinnerung, vor allem an ihren Hüften und ihrem Po.

Eines Tages dann klingelte es an der Tür: Der Sessel war da. Gemeinsam packten sie ihn aus, sie konnte es kaum erwarten, ihn auszuprobieren. „Oh, es wird eng“, dachte sie sich, als sie sich vorsichtig niederließ.

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Christine

1503_sabi+x__0002Christine. Sie nannten Sie auch Nini, so wie sie selbst sich als Dreijährige genannt hatte. Nini wie Mini. Was im absoluten Gegensatz zu ihrer wirklichen Erscheinung stand. Christine war maxi, und wie. Mit 1, 65 m nicht wirklich groß, aber maxibreit und maxischwer. Meistens schien sie das zu genießen. Wie sie mit ihren Freunden aß – ausgiebig und viel –, wie sie sich kleidete – eng und figurbetont –: beides ließ auf eine selbstbewusste und stolze dicke junge Frau schließen.

Manchmal gab es freilich Momente wie diesen: Nachdenklich. Zweifelnd an ihrem Weg. Ob das immer so weiter gehen könnte? – Ihrem Freund Max gelang es in der Regel leicht, sie aus diesen melancholischen Stimmungen zurück ins pralle Leben zu holen. Und doch gehört auch diese Seite zu Christine.

Wie kann man nur…

1406-bern1Wie kann man nur mit so einer üppigen Figur sich so anziehen?! So enge Kleider, so figurbetont, so die wunderbaren Rundungen hervorhebend?! –

Schön, dass sie auf meiner Zeichnung es kann. Und schön, dass sie in diesem Frühjahr etliche figurbewusste Vorbilder hatte, die mich inspirierten.

(Fortsetzung zu Aufrundungen II folgt demnächst)