Aufrundungen I: Sabrinas Summary

Die Bilder im Überblick. So könnten Katharina und Paul ihr sie zusammengestellt und geschenkt haben, zum 30. Geburtstag… oder zum 180-er Jubiläumsfest.

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Aufrundungen I/2: Sabrina wunderrund

1405-sabrina2Sabrinas Geschichte ging weiter. Mit Katharina, die sich als Sabrinas Mentorin nicht lumpen ließ und selbst etliche Kilos zulegte. Und bald mit Paul, Disponent in der Spedition, der am Anfang ihrer Zeit dort kaum Notiz von Sabrina genommen hatte, aber immer öfters zu Sabrina hinlugte und das Gespräch mit ihr suchte, seit sie 25 Kilos schöner geworden war. Bald übernahm er in Absprache mit Katharina den Service für Sabrina an den drei Abenden in der Woche, die noch frei waren, und verlockte sie zu feinen Schlemmereien in die Imbisse und Restaurants der Umgebung. Mit sichtbarem und von beiden sehr genossenem Erfolg.

Fast wäre die Hochzeit von Sabrina und Paul geplatzt weil das schöne, früh im Jahr ausgewählte Kleid durch die intensiven Vorbereitungen der Drei schnell zu eng wurde: Sabrina futterte sich mit Pauls (und immer noch Katharinas) Unterstützung fast 10 kg süßen schweren Speck im Endspurt vor der Trauung an: Ihr Bäuchlein wurde ein prominenter Bauch, kiloweise Hüftgold versammelte sich auf ihren breiter werdenden Hüften. Egal: Das Kleid war Vergangenheit, die Ehe wurde Sabrinas Zukunft.

Im vierten Bild ist Sabrina bereits Mutter. In der Schwangerschaft aß sie für zwei, wie es sich gehört. Und Paul sorgte mit ihr dafür, dass ihr wunderbares weiches neu angefuttertes Gewicht nach der Geburt nicht wieder zu sehr sank. Katharina wurde Taufpatin für den kleinen Benjamin. Und die Kleider wurden weit und bequem…

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Aufrundungen I/1: Sabrina

Einer meiner Lieblingsgedanken: Ich stelle mir vor, eine sonst einigermaßen normal gebaute, allenfalls leicht mollige Frau sei unzufrieden mit ihren unproportional dicken Schenkeln. Oder ihrem auffallend runden Po. Oder ihrem massigen Busen. Und anstatt abzunehmen, Problemzonen zu bekämpfen, würde sie sich entschließen, insgesamt ihre Figur aufzurunden. Zu schlemmen, es sich gut gehen zu lassen, bis ihre weniger runden Körperteile auch üppiger, auffallender, runder werden und viel besser zu ihrer „Problemzone“ passen. Was für ein erotischer Traum, in meinen Augen.

1405-sabrina0Sie könnte Sabrina heißen. Ihr bisheriges Leben lang waren ihr ihre Schenkel zu breit, ihr Po zu dick. Klar, es lag ihr in den Genen, ihre Mutter war breit und schwer, ihre Tanten bekannt für ihre massiven Hintern. Ihre Herkunftsfamilie machte kein Drama draus, fast im Gegenteil: Die Frauen mochten ihre Rundungen, und ihre Männer liebten ihre Frauen, so wie sie waren. Aber in der Pubertät und etwas darüber hinaus war Sabrina unzufrieden.

Bis sie Katharina kennenlernte. Bei ihrem ersten Arbeitgeber nach der Ausbildung, einem kleinen Speditionsunternehmen. Katharina war Sachbearbeiterin, eine üppige voluminöse Dreißigerin, die bald zur besten Freundin von Sabrina wurde. Sie aß gern und liebte ihre wachsenden Rundungen. Und gab Sabrina den entscheidenden Hinweis, einmal bei einem gemeinsamen Abend beim Italiener: Du hast so einen schönen runden Unterbau. Dir würden obenherum ein paar Pfunde mehr toll stehen! Soll ich dich noch zu einem Tiramisu einladen?

Und so kam es, dass die beiden mindestens zwei Mal wöchentlich abends zum Aufrunden gingen. Wunderbare Schlemmerabende voll Genuss und mit einem lustvollen Blick auf die weichen quellenden Konsequenzen ihres Tuns (Fortsetzung folgt…)1405-sabrina1

 

Kein Anspruch. Schlicht Bildchen.

Immer wieder Anflüge in den letzten Monaten und Jahren, eine künstlerische Haltung auszubilden. Technik und Ausdruck weiterzuentwickeln. Versierter zu werden mit der Darstellungen von Händen etwa oder mit Schattierungen. Oder gar das Sujet zu verfremden, zu brechen. Die Last der Schwere im Bild einzufangen, die dunklen Seiten des Übergewichts. Viel gäbe es zu optimieren, zu entwickeln. Meine Pause hier hat damit zu tun.

Lass es, habe ich mir gedacht. Was ich hier mache, sind Bildchen, mir zum Vergnügen und zur erotischen Lust. Keine hohe Kunst. Wie existentiell, anspruchsvoll und riskant eine gelebte künstlerische Haltung sein kann, habe ich von (richtigen) Künstlern in den letzten Jahren gelernt. Und großen Respekt entwickelt. Etwas von dieser Haltung lebe ich in meinem Brotberuf, bei dem es nicht um Bilder geht. Hier aber nicht. Vielleicht müsste ich umfirmieren von „Rundekunst“ zu „RundeRumMalerei“ oder „RundeKritzelei“. Ach, ich lasse es bei der „runden Kunst“: Kleine, anspruchslose, dafür üppig-runde Kunst.

Zur Untermalung der Anspruchslosigkeit und der Lust: Ein Bildchen aus meine Frühzeit, irgendwann 1992 oder 1993 entstanden, auf der Rückseite eines Telefon-Notiz-Formulars meines damaligen Arbeitgebers:

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