Ostereierbonus

12Apr09

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Frauke liebt es seit einigen Jahren, mit Tusche feine Ornamente auf Papierostereier zu zaubern. Ich kann überall arbeiten, sagt sie, habe ich doch meine kleine Arbeitsfläche immer dabei. Fast noch mehr aber liebt sie nach eigenem Bekunden das, was in die Papierostereier gefüllt werden könnte, bei ihr dort aber kaum jemals landet: Nougat, Pralinen und Marzipan. Ich muss schießlich meinen mobilen Arbeitsplatz pflegen, sagt sie und streicht über ihren wohlgefüllten Bauch.


Passionsskizzen

11Apr09

Passionsskizze10904_blog20904_blog300010904_blog31In der Passionszeit dieses Jahres bin ich nach längerer Pause wieder einmal zum Zeichnen gekommen. Vier Ganzkörperskizzen, inspiriert von real existierenden Frauen, die ich – meist irgendwo unterwegs – gesehen habe. Klar: Kopfkino. Die „Vorbilder“ haben etwas in mir ausgelöst und waren selbst nicht ganz so üppig, wie ich sie hier darstelle (was im wirklichen Leben ja auch schlicht und einfach gut so ist). Nun, was sie auslösen, ist Fantasie und Traum – und da sehe ich gerne über die Einschränkungen und Grenzen hinweg und zeichne, was und wie mir gefällt…

Die Kellnerin mit ihrer Schürze etwa sah ich in einem Restaurant in Heidelberg, die Führungsfrau mit gestreifter Hose in einem Büro in Dresden. Sie würden sich hier sicher nicht wiedererkennen… Mir haben sie im wahren Leben gut gefallen – und so, in meiner Fantasieversion auch. Frohe Ostern!


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Neulich, bei einer Tagung, die ich besucht habe. Sie ist Personalleiterin in einem großen mitelständischen Unternehmen. Hat einen guten Vortrag zu Diversity-Themen gehalten: Unterschiede zwischen Mitarbeitern als Chance wahrnehmen und fördern – also Männer und Frauen, Erfahrene und Junge, Inländer und Ausländer, verschiedene Professionalitäten etc.

Gefragt nach ihrer Motivation, dieses Thema so konsequent im Unternehmen zu betreiben, sagt sie: „Ich war selbst  immer anders als viele – mit meinem Gewicht. Deswegen ist das mit der Diversity für mich ein zentrales Anliegen“.


Ein Zitat aus den „Leibesdienern“, dazu ein neues Bild.

„Doch ist es kein Wunder, daß mich ein derartiger Appetit gepackt hat, angesichts der Schilderung Ihrer Schlemmereien, Ihrer zunehmenden Trägheit und Ihrer immer weiter ausufernden Körperformen … des dicker, nein, fetter werdenden Bauches, der schwereren Brüste und der immer breiteren Hüften. Ist es nicht eine Lust, an sich selbst zu spüren, wie sich übermäßiges Essen und ein Mangel an Bewegung in Speckpolstern und Fettröllchen niederschlägt, die den eigenen Körper immer weiter dem wunderbaren Ideal zunehmender Schönheit entgegenbringen?“ (Quelle)


Straßenszenen

21Jul08

Süddeutsche Großstadt, mittendrin. Zwei überragende Frauen auf engstem Raum. Sehen sich, sehen in der jeweils anderen sich selbst. Grüßen sich beiläufig und doch solidarisch. Sie werden sich kaum gekannt haben. Gehen weiter ihre Wege.


Es ist schon eine ganze Weile her, da veröffentlichten Carla und Schlaraffine den wunderbar erotischen Briefroman „Die Leibesdiener“. Sie hatten mich damals gefragt, ob ich einige Bilder beisteuern würde, was ich – damals beruflich und privat noch nicht so ausgelastet, siehe unten – sehr gerne getan habe. Ein Bild davon ist veröffentlicht, die anderen noch nicht. Das sie jetzt nachgeholt. Hier mein Fantasiebild einer der Protagonistinnen, wie sie sich auf das vorbereitet, was den ganzen Roman durchzieht: Üppigste, feinste, erotische Schlemmereien.


Wenig ist los auf den Seiten der runden Kunst. Kaum werden Mails beantwortet – und es gibt seit Monaten kein Update mehr. Das hat mehrere Gründe, die zwei gravierendsten teile ich gerne mit: Zum einen läuft es beruflich rund bei mir. Nach einigen eher mageren Jahren als Selbständiger sieht es seit gut einem Jahr so aus, als würden die fetten Jahre kommen: Aufträge, Aufmerksamkeit, ich bin sehr viel unterwegs, die Tage sind prall gefüllt, ich muss und kann professionell kreativ sein (nicht auf zeichnerischem Gebiet, leider…) – da blebt wenig Luft fürs Zeichnen, Scannen, Updaten.

Bild typähnlich

Bild typähnlich

Zum Zweiten bin ich seit einiger Zeit sehr, sehr glücklich zusammen mit einer klugen, selbständigen, warmherzigen und wunderrunden Frau. Nach den Turbulenzen der letzten Jahre erlebe ich da sehr viel Glück, bin nach Jahren und Jahrzehnten auf der Wanderschaft wie angekommen. Ich nehme solche Worte nur vorsichtig in den Mund – gleichwohl: Es scheint die Liebe meines Lebens zu sein, der Mensch und die Beziehung, nach der ich mich lange gesehnt habe. Vieles von dem, was früher Fantasie und Traum waren,
wird zum vollen, üppigen Leben zwischen Hoch-Zeit und Alltag. Da verlieren die Zeichenstifte und die runden Bilder an Bedeutung. Ein altes Bild, das ihr ähnelt, stelle ich hier ein.

Dennoch werde ich nicht ganz verschwinden. Hin und wieder ein Bild, hie und da eine Notiz, eher im Blog als auf rundekunst.de – ich möcht’s gern versuchen, versprechen mag ich allerdings nichts.


Runde Balance

Ich wünsche allen Liebhaber/innen des Runden und der Runden Kunst ein gutes, glückliches und ausbalanciertes Jahr 2008 – ausbalanciert zwischen Arbeit und Faulheit, Fitness und Genuss, Dösen und Schlemmen… Ich hoffe und denke, dass ich in diesem Jahr weiterhin zu neuen Bildern und Updates komme, nach dem bewährten Motto: Selten, aber zuverlässig. Dicke Grüße!


Fränkischer Sommer 2007Da fand sich in meinen Unterlagen noch eine Festivalskizze einer überüppigen Besucherin, die mit ihrem körperbetonten wunderschönen Kleid nicht nur meine Blicke auf sich zog. Sehr schön und mutig, wie sie ihre schweren Arme zeigt.

Und es gibt ein Update auf der RundenKunst: Souvenirs de France, einige schönschwere Urlaubserinnerungen aus Südfrankreich.


Er ist vorbei, der Festivalsommer 2007. Aber er hinterlässt schöne und wunderbare Erinnerungen an Musik im Freien, an Theater und Kleinkunst, an Abendklänge aus Dorfkirchen, an Jazzworkshops in alten Gemäuern. Und an jene Frau im eleganten und mutigen Abendkleid: Unternehmerin und Kunstmäzenin. Was an jenem Abend darüber hinaus geboten wurde, ist mir leider nicht mehr erinnerlich.

Festivalsommerdame